cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes

Filme beim CineFest 2006

Hamburg, 18. - 26.11.2006


Die Filmvorstellungen finden im Kommunalen Kino Metropolis (Dammtorstr. 30a - Tel.: +49-(0)40-342353) statt



Sonnabend, 18. November

Eröffnungsgala
19.30 Warum lügt Fräulein Käthe?
D 1934/35. Regie: Georg Jacoby. 85 min
Eine filmische Vergnügungsreise von Hamburg nach Madeira, gedreht auf dem Hapag-Dampfer »Milwaukee«. Auf ihm kommt es zu allerhand Verwicklungen, als die Bordfotografin (Dolly Haas) den Anschein erweckt, sich mit dem umworbensten Passagier an Bord verlobt zu haben.
Vorfilme: Ein Matrosenabenteuer in Hamburg (1909) und Stapellauf des »Imperator« (1912).
Mit Gästen und mit Preisverleihung

Sonntag, 19. November

14.00 In Nacht und Eis
D 1912. Regie: Mime Misu. 40 min
Die erste Verfilmung des »Titanic«-Untergangs, entstanden in einem Hinterhof in Berlin und im Hamburger Hafen. Restaurierte, viragierte Fassung. Im Anschluss Wochenschau-Aufnahmen der »Titanic« (1912).
Klavierbegleitung: Marie-Luise Bolte
Ab 13.30 Uhr reichen wir Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den sonntäglichen Filmnachmittag.

15.00 EXTRA: Ernst Lubitsch in Berlin
D 2006. Regie: Robert Fischer. 110 min
Moderiert von Lubitschs Tochter Nicola, eröffnet der Film neue Perspektiven auf die frühen Jahre des Regisseurs. Zudem kommen Prominente aus der Welt des Films zu Wort – von Henny Porten bis Tom Tykwer. DVD-Projektion.
Präsentation: Transit-Film, München.
Zu Gast: Robert Fischer

17.00 Atlantis
DK 1913. Regie: August Blom. 113 min, Dän. + Engl. Titel
Nach dem Roman von Gerhart Hauptmann. Als Begleiter einer Tänzerin reist ein Professor von Southampton nach New York. Als das Schiff mit einem Wrack kollidiert und sinkt, gehören die zwei zu den wenigen Überlebenden. Restaurierte, viragierte Fassung. DVD-Projektion.
Präsentation: Det Danske Filminstitut, Kopenhagen.
Klavierbegleitung: Stephan Bothmer

19.00 Das Totenschiff
BRD 1959. Regie: Georg Tressler. 100 min
Nach dem Abenteuerroman von B. Traven. Ein Seemann ohne Papiere heuert auf einem Seelenverkäufer an. »Einer der besten deutschen Filme, die je gedreht wurden.« (Claudius Seidl, 1988). Mit Horst Buchholz, Mario Adorf, Elke Sommer.
Zu Gast: Georg Tressler, Kameramann Wolfgang Treu

21.15 Große Freiheit Nr. 7
D 1943/44. Regie: Helmut Käutner. 112 min
Der schönste aller St. Pauli-Filme – mit Hans Albers als Stimmungssänger im »Hippodrom«. Als er sich in ein junges Mädchen vom Lande verliebt, zieht die jedoch einen Jüngeren vor. Den singenden Seemann zieht es darum wieder hinaus auf die See.
Präsentation: Altonaer Museum, Hamburg
Einführung: Bärbel Hedinger, Hamburg


Montag, 20. November

17.00 Das Schiff ohne Hafen
D 1932. Regie: Harry Piel. 100 min
Ein Kriminalfilm von und mit dem »Actionstar« Harry Piel. Als Seepolizist in Bremerhaven bekommt er es mit Banditen zu tun, die mit einem »Gespensterschiff« einen Goldschatz heben wollen. Doch mit Harry Piel ist nicht zu spaßen.

19.00 Der Fall Cap Arcona
D 1995. Regie: Günter Klaucke, Karl Hermann. 89 min
Recherchen zum Untergang der »Cap Arcona« 1945. Fast 8.000 KZ-Häftlinge sind an Bord, als das ehemalige Kreuzfahrtschiff in der Neustädter Bucht von britischen Bombern versenkt wird. Mehr als 7.000 Menschen sterben in der eiskalten Ostsee. Wer trägt dafür die Verantwortung?
Zu Gast: Günter Klaucke

21.15 Epilog (Das Geheimnis der Orplid)
BRD 1950. Regie: Helmut Käutner. 90 min
Ein Krimi mit Starbesetzung. Nachdem eine Luxus-Yacht auf dem Weg von Hamburg nach Schottland verschollen ist, rekonstruiert ein Journalist die letzten Stunden auf dem Schiff. Dabei kommt er dunklen Geschäften auf die Spur. Mit Fritz Kortner, Peter van Eyck, Hans Christian Blech.
Präsentation: Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt

Dienstag, 21. November

17.00 Einer zuviel an Bord
D 1935. Regie: Gerhard Lamprecht. 85 min
Auf einem Frachter wird nach einem Sturm der Kapitän vermisst. Was wie ein Unfall aussieht, könnte auch ein Mord gewesen sein. Tatsächlich stellt sich heraus, dass zwei Männer an Bord ihren Vorgesetzten hassten. Mit Albrecht Schoenhals, Lida Baarova, René Deltgen.

19.00 Hans Warns – Mein 20. Jahrhundert
D 1999. Regie: Gordian Maugg. 105 min
Seit 1914, damals noch als Schiffsjunge, hat der Kapitän Hans Warns von seinen Fahrten Fotos und Filme mitgebracht. Aus ihrer Montage mit Archivaufnahmen und inszenierten Szenen ergibt sich ein Kaleidoskop des vergangenen Jahrhunderts.
Präsentation: Filmförderung Hamburg, Transit-Film, München.
Zu Gast: Gordian Maugg

21.15 Titanic
D 1942/43. Regie: Herbert Selpin, Werner Klingler. 90 min
Eine tendenziöse Darstellung der Schiffskatastrophe, für die in diesem Film die Profitgier britischer Geschäftsleute verantwortlich gemacht wird. Trotzdem wurde er 1943 von den Nazis verboten. Und nach Kriegsende von den Alliierten. Mit Sybille Schmitz, Ernst Fritz Fürbringer.

Mittwoch, 22. November

17.00 Dr. Crippen an Bord
D 1942. Regie: Erich Engels. 90 min
Auf seiner Flucht vor der Polizei schlüpft der wegen Mordes an seiner Frau gesuchte Dr. Crippen (Rudolf Fernau) in immer neue Identitäten. Da erreicht Inspektor Düwell ein Funksprich von See: »Dr. Crippen an Bord!« Er muss den Dampfer eingeholt haben, ehe der Venezuela erreicht.

Kongresseröffnung mit Gästen
20.00 Mare Nostrum
USA 1925/26. Regie: Rex Ingram. 115 min, Engl. Titel
Eine Liebes- und Spionagegeschichte vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs. Ein spanischer Kapitän liebt eine deutsche Agentin. Als er deutsche U-Boote durchs Mittelmeer lotst, hat das tragische Konsequenzen. Restaurierte, viragierte Fassung.
Präsentation: Photoplay, London.
Klavierbegleitung: Marie-Luise Bolte
Zu Gast: Kevin Brownlow, London


Donnerstag, 23. November

17.00 Der magische Gürtel
D 1917. Regie: Hans Brennert. 45 min
Die Versenkung feindlicher Schiffe durch das deutsche U-Boot »U 35«, das während des Ersten Weltkriegs im Mittelmeer operiert. An Bord gedreht für das Deutsche Bild- und Filmamt, aber vor allem in England ein großer Erfolg. Restaurierte, viragierte Fassung. Im Anschluss: Die Hochseefischerei in der deutschen Marine (1918) / Jungs holt fast! (1924).
Präsentation: Imperial War Museum, London.
Klavierbegleitung: Marie-Luise Bolte.
Zu Gast: Roger Smither, London


19.00 Western Approaches
GB 1944. Regie: Pat Jackson. 85 min, OF
Suspense wie bei Hitchcock: Nach der Versenkung ihres Schiffes treibt die Besatzung eines britischen Frachters im Rettungsboot auf dem Atlantik. Hilfe erhoffen sich die Männer von einem großen Schiffsverband. Doch auch ein deutsches U-Boot wartet auf den Konvoi. In Technicolor im Kriegsgebiet gedreht.
Presentation: Imperial War Museum, London.
Zu Gast: Roger Smither, London

21.00 U-Boote westwärts!
D 1940/41. Regie: Günther Rittau. 100 min
Martialischer NS-Kriegsfilm mit sentimentalen Anwandlungen: Eine U-Boot-Besatzung wird nach kurzem Heimaturlaub zur Feindfahrt abkommandiert. Als vier Matrosen auf einem englischen Schiff gefangen genommen werden, beweist der junge Kommandant »Führerqualitäten«.
Präsentation: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden.
Mit Einführung und Diskussion

Freitag, 24. November

17.00 Filme von Richard Fleischhut
Kurzfilme, die der Bordfotograf Richard Fleischhut auf Fahrten mit Schiffen des Norddeutschen Lloyd in den 20er und 30er Jahren gemacht hat: China, New York, Kuba, Panama, Südamerika. DVD-Projektion.
Präsentation: Ingrid Peckskamp-Lürßen, Berlin
Klavierbegleitung: Werner Loll

19.00 Unter heißem Himmel
D 1936. Regie: Gustav Ucicky. 100 min
Spannung auf See mit Hans Albers: Ein degradierter Kapitän erhält das Kommando über einen Frachter, der Klaviere von Athen nach Afrika bringen soll. Doch in Wahrheit ist die Ladung nicht weniger explosiv als das Temperament des unduldsamen Sailors.

21.00 Windjammer und Janmaate (Die letzten Segelschiffe)
D 1930. Regie: Heinrich Hauser. 60 min
»Alltag an Bord ist Arbeit.« Eine Fahrt mit der »Pamir«, 1930 von Hamburg nach Südamerika, dabei auch um Kap Hoorn. Stimmungsvoll gefilmt von dem Fotografen und Romanautor Heinrich Hauser.
Präsentation: Nederlands Filmmuseum, Amsterdam, mit freundlicher Unterstützung der Reederei F. Laeisz, Hamburg
Musikbegleitung: Heffels#5

Sonnabend, 25. November

17.00 Die Pamir
BRD 1959. Regie: Heinrich Klemme. 88 min
Die »Pamir« 30 Jahre später: Der Bericht von einer Reise mit der als Segelschulschiff fahrenden Viermastbark, unternommen 1952, stellt auch die Frage nach den Ursachen für ihren Untergang. Präsentation: Film- und Fernsehmuseum Hamburg.
Einführung: Volker Reißmann, Hamburg


19.00 Razzia in St. Pauli
D 1932. Regie: Werner Hochbaum. 75 min
Avantgarde an der Waterkant. Die »Ballhaus-Else« will mit dem »Matrosen-Karl« durchbrennen, doch der wird von der Polizei gesucht. Eine sozialrealistische Romanze unter den Dächern von Hamburg – inspiriert von René Clair und S. M. Eisenstein.
Einführung: Robert Brack, Hamburg

Hamburg-Gala
21.00 Die Carmen von St. Pauli
D 1928. Regie: Erich Waschneck. 90 min
Im Sturmwind der Gefühle: Ein junger Steuermann lässt sich in einer schummrigen Hafenkneipe von einer Tänzerin zur Nachlässigkeit bei der Wache verleiten – und wird aus Liebe zum Komplizen einer Schmugglerbande.
Präsentation: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden.
Musikbegleitung: Tuten & Blasen


Sonntag, 26. November

14.00 Das Lied der Matrosen
DDR 1958. Regie: Kurt Maetzig, Günter Reisch. 125 min
Kiel 1918. Nach dem Vorbild der Oktoberrevolution rufen Hafenarbeiter und Matrosen zum Streik auf, sie fordern die Beendigung des Krieges und die Abdankung des Kaisers. Als die Flotte zur Seeschlacht auslaufen soll, kommt es zur Konfrontation mit der Admiralität.
Präsentation: DEFA-Stiftung, Berlin, zum 95. Geburtstag von Kurt Maetzig
Mit freundlicher Unterstützung von Icestorm Entertainment GmbH, Berlin
Zu Gast: Kurt Maetzig, Günter Reisch

Ab 13.30 Uhr werden Kaffee und Kuchen serviert.

17.00 Liebling der Matrosen
A 1937. Regie: Hans Hinrich. 90 min
Als auf einem Kriegsschiff vor der Adriaküste eine Fünfjährige aufgegriffen wird, soll ein Offizier sie zu ihrem vermeintlichen Vater nach Dubrovnik bringen. Dort verguckt er sich in eine junge Frau und bucht wie sie eine Passage nach Nizza. Unterwegs klären sich alle Missverständnisse glücklich auf. Präsentation: Film Archiv Austria, Wien.

19.00 Titanic
USA 1953. Regie: Jean Negulesco. 98 min, OF
Der erste Oscar-prämierte »Titanic«-Film: In seinem Zentrum steht ein Paar,das zunächst nur um den Fortbestand seiner Ehe ringt – dann aber um das Überleben der gesamten Familie kämpft. Mit Barbara Stanwyck, Robert Wagner und erstklassigen Special Effects.
Presented by John Stone, Washington

21.00 EXTRA: The Sea Hawk
USA 1924, Frank Lloyd . 123 min, OF
Eine Freibeuter-Soirée mit dem fantastischsten aller frühen »Swashbuckler«: Ein betrogener englischer Edelmann wird im Orient zum Piraten. Als Bahr-el-Sadr, »The Sea Hawk«, macht er die Weltmeere unsicher. Restaurierte Fassung.
Presented by John Stone, Washington



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