cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes

CineGraph und Bundesarchiv-Filmarchiv präsentieren

CineFest 2007
IV. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes
Hamburg: 17.-25.11.2007

Film im Herzen Europas

Deutsch-Tschechische Filmbeziehungen im 20. Jahrhundert




Dreharbeiten zu "Der Student von Prag" (1926, Regie: Henrik Galeen)

Die deutsche, österreichische und tschechische Kultur sind in Mitteleuropa durch eine lange, spannungsvolle Geschichte miteinander verbunden. Zwei Weltkriege und ihre Folgen führten zu einschneidenden Veränderungen und bis heute nachwirkenden Irritationen. Die wechselhafte Entwicklung und die unterschiedlichen Facetten des prekären Verhältnisses spiegeln sich nirgendwo deutlicher als im Leitmedium Film. CineFest und Filmhistorischer Kongress verfolgen Star- Karrieren beiderseits der Grenzen, beleuchten Produktionsstrukturen und erforschen die Motivgeschichte des Films zwischen Berlin, Wien und Prag.

Der Mythos der Stadt an der Moldau inspirierte frühe deutsche Filme wie DER STUDENT VON PRAG, DER GOLEM oder DIE GOLDENE STADT.

Ab Ende der 1920er Jahre wirbelte die Tschechin Anny Ondra (Ondráková) in turbulenten Komödien ihres Landsmannes Karel / Carl Lamač als überdrehter Backfisch über deutsche Kinoleinwände. Dort folgte ihr Lída Baarová als exotischer Vamp, dem die deutschen Männer nicht nur im Film erlagen.

Auf die besondere Situation eines zweisprachigen Binnenmarktes in der CSR verweisen zu Beginn der Tonfilmzeit gedrehte deutsch-tschechische Sprachversionen wie "C. AK. POLNÍ MARC. a k. polní MARšÁLEK / DER K.U.K. FELDMARSCHALL (1930) und ULIčKA V RÁJI / DAS GÄSSCHEN ZUM PARADIES (1936).

Die tschechische Filmproduktion unter der deutschen Okkupation im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren sowie die kriegsbedingte Produktion deutscher Filme in Prager Studios bilden einen weiteren Themenschwerpunkt.

Gelungene Beispiele für deutsch-tschechoslowakische Co-Produktionen in verschiedenen Epochen sind u.a. EIN MÄDEL VON DER REEPERBAHN / LIDÉ V BOUřI (1930), JAHRGANG 21 / ROčNÍK JEDENADVACET (1957) und DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL / TřI OřÍšKY PRO POPELKU (1972/73).

Filme wie HANGMEN ALSO DIE! (1942), NEMÁ BARIKÁDA (1949), TRANSPORT Z RÁJE (1962), DER MÄDCHENKRIEG (1976/77), HILDE, DAS DIENSTMÄDCHEN (1985/86) und MUSÍME SI POMÁHAT (2003) zeugen schließlich von dem bis heute bestehenden Bedürfnis tschechischer und deutscher Regisseure, sich mit den Erfahrungen von Okkupation, Krieg und Vertreibung auseinanderzusetzen.



CineGraph - Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V.
Schillerstr. 43, 22767 Hamburg
Tel: +49-(0)40-352194 / Fax: +49-(0)40-345864
email: info(at)cinefest.de

Im Anschluß an die Veranstaltungen in Hamburg geht das Filmprogramm (bzw. Teile) auf Tournee nach Berlin, Wien, Zürich und Prag.

Termine

Hamburg: 17.-25.11.2007
Berlin: 30.11.-23.12.2007 (Zeughauskino)
Zürich: 8. - 30.1.2008 (Filmpodium)
Prag: 24.-30.1.2008 (Narodní filmový archiv, Kino Ponrepo)
Wien: Frühjahr 2008 (Filmarchiv Austria, Metro-Kino)



in Zusammenarbeit mit
Narodní filmový archiv, Prag
Univerzita Karlova, Prag
Kinemathek Hamburg - Kommunales Kino Metropolis
Deutsches Historisches Museum / Zeughauskino, Berlin
Filmarchiv Austria, Wien
Cinémathèque Suisse Lausanne / Filmpodium Zürich
sowie
Absolut MEDIEN, Berlin

Mit freundlicher Unterstützung von
Arte, Straßburg
Adalbert Stifter Verein, München
DEFA Stiftung, Berlin
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag
Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin
Deutsche Wochenschau GmbH, Hamburg
Deutsches Filminstitut – DIF, Frankfurt
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden
Goethe-Institut, Prag und München
Icestorm Entertainment GmbH, Berlin
Kinowelt GmbH, Leipzig
Märchen-Stiftung Walter Kahn, Volkach
MediaDesk Deutschland, Hamburg
Skoda Auto Deutschland GmbH
TaurusMedia, Unterföhring
Tchibo Coffee Service, Hamburg
Transit Film GmbH, München

Universität Hamburg – Institut für Neuere deutsche Literatur und Medienkultur

Medienpartner: FilmDienst


Die Arbeit von CineGraph – Hamburgisches Centrum für Filmforschung e.V. wird gefördert durch die
Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg



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CineFest - III. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes

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