cinefest - Internationales Festival des deutschen Film-Erbes

Filme beim CineFest 2007

Hamburg, 17. - 25.11.2007


Die Filmvorstellungen finden im Kommunalen Kino Metropolis (Dammtorstr. 30a - Tel.: +49-(0)40-342353) statt


Zur Akkreditierung für das Festival und/oder den Kongress.

Nicht-Akkreditierte können Karten zu einzelnen Filmvorstellungen im Kommunalen Kino Metropolis kaufen.
Eintritt: EUR 6,- (EUR 4,- für Mitglieder des Metropolis und Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre). Zuschläge bei Überlänge und Musikbegleitung.


Timetable Filmprogramm als pdf
Filmprogramm als pdf

17.11.  18.11.  19.11.  20.11.  21.11.  22.11.  
23.11.  24.11.  25.11.

Sonnabend, 17. November


19.00 Eröffnungsgala mit Kurzfilmprogramm
Mit Gästen und mit Preisverleihung
Das heilige Prag
D 1929. Regie: Hans Cürlis.
Historische Stadtansichten in klassischer Kulturfilm-Manier

Hochzeit im Korallenmeer
D(CS) 1944. Regie: Horst von Möllendorff. 11 min
Charmanter Animationsfilm in Disney-Qualität aus dem Studio der Pragfilm AG.

Pérák a SS (Federmann und die SS)
CS 1946. Regie: Jiří Trnka, Jiří Brdečka. 14 min
Antifaschismus im Zeichentrick: ein Schornsteinfeger besiegt die SS.

Die Ohrfeige
BRD 1971-74, Regie: Mischa Gallé. 40 min
Ein wiederentdeckter Kammerspielfilm mit Maria Schell in der Hauptrolle: Die Witwe eines SS-Offiziers bereitet sich kurz vor Kriegsende im böhmischen Iglau auf die Flucht ins Reich vor und beseitigt die Insignien der Nazi-Diktatur, ihr elfjähriger Sohn aber sträubt sich gegen den hastigen Gesinnungswechsel.

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Sonntag, 18. November

 
Ab 14 Uhr reichen wir Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den sonntäglichen Filmnachmittag.
14.30 Die verkaufte Braut
D 1932. Regie: Max Ophüls. 77 min
Die erste Tonfilmversion der tschechischen Nationaloper von Smetana, – von einem deutschen Regisseur. Mit dem deutschen Bariton Willi Domgraf-Fassbaender und der tschechischen Sopranistin Jarmila Novotná sowie Karl Valentin und Liesl Karlstadt als Zirkusdirektoren.

16.30 Der junge Graf
D 1935. Regie: Carl Lamač. 91 min
Eine Hosenrolle für Anny Ondra: Graf Prießnitz akzeptiert nur männliche Nachkommen. Als Enkel »Billy« verkleidet,meistert Anny alle Hürden des Jungmännerdaseins, bis sie sich in ihren Hauslehrer verliebt ...

18.30 Transport z ráje (Transport aus dem Paradies)
CS 1962. Regie: Zbyněk Brynych. 93 min, OmeU
Die Erinnerungen des Autors Arnošt Lustig an seine Zeit als Häftling in Theresienstadt waren die Grundlage für die athmosphärisch dichte und dokumentarisch anmutende Schilderung eines Tages im deutschen »Vorzeige«-KZ. Der beste Film des späteren »Derrick«-Regisseurs.
Zu Gast: Arnošt Lustig

21.00 Das Schloß
BRD 1967/68. Regie: Rudolf Noelte. 88 min
Kafka im Kino: Vor dem Theaterregisseur Noelte wagte sich noch kein anderer an das Romanfragment. Ein Herzensprojekt des Co-Produzenten Maximilian Schell, der auch die Hauptrolle des Landvermessers K. übernahm.
Zu Gast: Kafka-Expertin Markéta Mališová und Kameramann Wolfgang Treu

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Montag, 19. November

 
17.00 Die goldene Stadt
D 1941/42. Regie: Veit Harlan. 110 min
Erlebnishungriges Bauernmädchen verlässt das Gut des Vaters und reist nach Prag, doch die sündige Großstadt spielt ihr übel mit. Erfolgreiches Ufa-Melodram des »Jud Süß«-Regisseurs in Agfacolor. Mit Kristina Söderbaum, Eugen Klöpfer und Rudolf Prack.
Einführung: Karl Griep

19.15 Ach, du fröhliche...
DDR 1961/62. Regie: Günter Reisch. 95 min
Die kurz nach dem Mauerbau gedrehte DEFA-Adaptation eines beliebten tschechischen Boulevardstücks beschäftigt sich auf humoristische Weise mit den kleinen Problemen, die beim Aufbau des Sozialismus noch zu lösen waren. Mit Erich Geschonneck als Genosse Lörke.
Mit Unterstützung von Icestorm Entertainment
Zu Gast: Günter Reisch

21.30 Vyšší princip (Das höhere Prinzip)
CS 1960. Regie: Jičík. 105 min, OmeU
Eine böhmische Kleinstadt kurz nach dem Heydrich-Attentat: Ein Gymnasialprofessor versucht drei seiner Schüler vor der Exekution durch die Gestapo zu retten und sieht dabei seine humanistischen Ideale auf die Probe gestellt. Erstmals thematisiert ein tschechischer Regisseur die Rolle der bürgerlichen Schichten im Widerstand und das Mitläufertum in der tschechischen Bevölkerung.
Einführung: Tereza Dvořaková

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Dienstag, 20. November


17.00 Takový je život (So ist das Leben)
CS 1929/30. Regie: Carl Junghans. 70 min
Sozialkritik nach Art der Russenfilme: Kurz vor dem Aufkommen des Tonfilms produziert ein deutscher Regisseur mit dieser Tragödie einer Familie im Prager Proletariermilieu einen Klassiker des tschechischen Stummfilms. CineFest präsentiert die 1959 vom tschechischen Regisseur Elmar Klos und dem Komponisten Zdeněk Liška hergestellte Musikfassung.
Vortrag: Thomas Tode, Hamburg

18.45 Král Velichovek (Der König von Velichovky)
CS 2005/06. Regie: Jan Šikl. 52 min, OmdtU
Private Bilder als Zeugnisse einer untergegangenen Kultur: Anhand von Amateurfilmen eines Prager Arztes aus den 1930er und 1940er Jahren erzählt der Dokumentarist Jan Šikl die Geschichte des sudetendeutschen Gutsbesitzer Karl Seisser und seiner Familie.
Mit Unterstützung von TaurusMedia, Unterföhring
Zu Gast: Jan Šikl

20.30 Der Mädchenkrieg
BRD 1976/77. Regie: Alf Brustellin, Bernhard Sinkel. 143 min
Prag vor und während der deutschen Okkupation: Drei deutsche Schwestern, drei tschechische Männer, sechs dramatische Schicksale. Preisgekrönte Verfilmung des Romans von Manfred Bieler.
Eine Präsentation von TaurusMedia, Unterföhring
Zu Gast: Bernhard Sinkel

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Mittwoch, 21. November

 
17.00 Schicksal am Strom
D (CS) 1942-44. Regie: Heinz Paul. 78 min
Der Binnenschiffer Karl Rubach muss sich auf dem Weg nach Prag wegen einer Panne von Kapitän Stahlschmidt in Schlepp nehmen lassen, der sich als Gegenleistung jedoch Rubachs Tochter versprechen lässt. Diese fügt sich schweren Herzens dem väterlichen Wunsch...
Eine Produktion der Prag-Film AG aus der Zeit der deutschen Okkupation.
Einführung: Evelyn Hampicke

Kongress-Eröffnung mit Gästen
19.00 Adelheid
CS 1969. Regie: František Vláčil. 99 min, OmeU
Nach der Novelle von Vladimír Körner. In subtilen Bildern und mit sparsamem Dialog erzählt der tschechische Kult-Regisseur (»Marketa Lazarová«) die tragische Liebesgeschichte zwischen einem tschechischen Kriegsheimkehrer und einer jungen Sudetendeutschen im Mai 1945 vor dem Hintergrund der beginnenden Vertreibung.
Einführung:Tereza Dvořaková

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Donnerstag, 22. November

 
17.00 Schweik's New Adventures
GB 1943. Regie: Karel Lamač. 90 min, OF
»Schweik gegen die Gestapo«: Nach dem satirischen Pamphlet von Jaroslav Hašek drehte Lamač im britischen Exil die antifaschistische Komödie um den »braven Soldaten«, der sich im Auftrag des tschechischen Widerstands als Diener beim Prager Gestapochefs einschleusen lässt.
Einführung: Ivan Klimeš

19.00 Der Mädchenhirt
D 1919. Regie: Karl Grune. ca. 70 min
Der illegitime Sohn eines Polizeikommissars gerät auf die schiefe Bahn und betätigt sich als »Mädchenhirt«. Eines Tages wird er seinem Vater als Verdächtiger vorgeführt... Drama nach dem einzigen Roman von Egon Erwin Kisch, gedreht an Originalschauplätzen in Prag. Viragierte Fassung.
Musikbegleitung: Stefan Goreiski (Akkordeon)

21.00 Němá barikáda (Die stumme Barrikade)
CS 1948/49. Regie: Otakar Vávra. 128 min, OmeU
Eine zentrale Episode aus dem Kampf um Prag als tschechisches Heldenepos: Ein zusammengewürfelter Haufen von Zivilisten verteidigt eine Barrikade vor der Troja-Brücke aufopfernd bis zum Eintreffen der Roten Armee.
Einführung: Hans-Joachim Schlegel

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Freitag, 23. November


17.00 Ein Anlaß zum Sprechen
BRD 1965. Regie: Haro Senft. 107 min, DVD
Ein deutscher Regisseur schaut hinter die Kulissen der Prager Filmhochschule FAMU. Einzigartige Dokumentation der tschechischen Filmszene auf dem Höhepunkt der »Neuen Welle« mit Interviews ihrer wichtigsten Protagonisten – einschließlich eines jungen Theaterdramaturgen namens Václav Havel.
Einführung: Ivan Klimeš

19.00 Hilde, das Dienstmädchen
DDR 1985/86. Regie: Günther Rücker, Jürgen Brauer. 97 min
Nach der Erzählung von Günther Rücker über seine Jugend im böhmischen Reichenberg: Ein pubertierender Junge schwärmt für das Dienstmädchen Hilde, die aber den Widerstandskämpfer Erich liebt.... Einziges Beispiel für die Präsenz von Sudetendeutschen im DEFA-Film.
Vortrag: Elke Schieber, Potsdam

21.15 Das Haus in der Karpfengasse
BRD 1963-65. Regie: Kurt Hoffmann. 108 min
Ein (fast) vergessener Ausflug des deutschen Komödienregisseurs ins dramatische Fach ist diese Verfilmung des Romans von M. Y. Ben-Gavriêl über das Schicksal der jüdischen Bewohner eines Prager Hauses zur Zeit der Okkupation. Mit deutschen und tschechischen Schauspielern wie Wolfgang Kieling und Jana Brejchová in Prag gedreht.
Einführung: Christoph Fuchs, Hamburg

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Sonnabend, 24. November


17.00  Doppelprogramm
Crisis
US/CS 1938/39. Regie: Herbert Kline, Hanuš Burger. 60  min, engl. OF
Schicksalswende
D 1938/39. Regie: Johannes Häußler, Walter Scheunemann. 30  min
Ein Thema und zwei Dokumentarfilme: Die Sudetenkrise 1938, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen aus tschechischer Sicht (gedreht vom amerikanische Filmjournalisten Kline und dem deutsch-tschechischen Theaterregisseur Burger) und in der nationalsozialistischen Version. Ein Lehrstück in Filmpropaganda.
Einführung: Pavel Zeman

19.00 Jahrgang 21 / Ročník 21
DDR/CS 1957. Regie: Václav Gajer. ca. 97 min
Nach dem autobiografischen Roman von Karel Ptáčník. Die Liebesgeschichte eines tschechischen Zwangsarbeiters und einer deutschen Krankenschwester. In Ihrer ersten Spielfilm-Co-Produktion setzten sich die »sozialistischen Bruderländer« programmatisch mit der gemeinsamen Vergangenheit auseinander.
Einführung: Ralf Schenk

21.00 Mamitschka
BRD 1955. Regie: Rolf Thiele. 95  min
Die neunköpfige böhmische Flüchtlingsfamilie Nawratil schlägt sich mehr schlecht als recht durch den bundesdeutschen Alltag. Nach einem Gewinn im Fußballtoto verfällt sie dem Geldrausch und erliegt den Gefahren des Wirtschaftschaftswunders. Desillusioniert sucht sie in Amerika eine neue Heimat.
Vortrag: Stefan Zwicker

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Sonntag, 25. November


13.00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
DDR/CS 1972/73. Regie: Václav Vorlíček. 86 min
Der schönste deutsch-tschechische Märchenfilm aller Zeiten und ein Muss für Freunde ausgefallener Kostüme. Mit der bezaubernden Libuše Šafránková als emanzipiertem Aschenbrödel und Rolf Hoppe als melancholischem König.
Mit Unterstützung der Märchen-Stiftung Walter Kahn, Volkach

15.00 Die Stunde der Versuchung
D 1936. Regie: Paul Wegener. 75 min
Lída Baarová als vernachlässigte Gattin eines vielbeschäftigten Rechtsanwalts (Gustav Fröhlich), die sich von einem Lebemann hofieren lässt. Dann fällt ein Schuss... Die Rolle als Geliebter des tschechischen Ufa-Stars musste Fröhlich wenig später an Reichspropagandaminister Goebbels abtreten.
Einführung: Evelyn Hampicke, Berlin.

17.00 Das Gäßchen zum Paradies
CS/D 1936. Regie: Mac Frič. 75 min
In deutscher und tschechischer Version gedrehte Tragikomödie um einen kleinen Waisenjungen (Peter Bosse), einen putzigen Hund und einen grantigen Hundefänger (Hans Moser), der sich unter dem Einfluss des Buben zum Tierfreund und Ersatzvater entwickelt.
Zu Gast: Peter Bosse

19.00 Der Student von Prag
D 1926. Regie: Henrik Galeen. ca. 100 min
Mit Unterstützung der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Hamburg
Der verarmte Student Balduin verkauft sein Spiegelbild und lebt fortan in Saus und Braus, doch sein Doppelgänger macht sich selbständig... Remake des Stummfilmklassiker von 1913, mit Conradt Veidt in der Hauptrolle und Werner Krauss als Wucherer Scapinelli.
Mit Untertützung der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Hamburg
Einführung: Marie-Luise Bolte, Hamburg
Musikbegleitung: Marie-Luise Bolte (Klavier)

21.30
Musíme si pomáhat (Wir müssen zusammenhalten)
CS 1999. Regie: Jan Hřebejk. 120 min, DVD, OmeU
Ein tschechisches Ehepaar, ein sudetendeutscher Hausfreund und ein geflohener KZ-Häftling in einer tschechischen Kleinstadt. Eine tiefschwarze Tragikomödie über Heldentum und Feigheit in Kriegszeiten.

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Rückblick auf das Filmprogramm vom Cinefest 2006 - III. Internationales Festival des deutschen Film-Erbes (zum Archiv)



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