Studiert man die Liste der Produktionsfirmen in den späten 40er Jahren, tauchen bei den Kulturfilmfirmen viele bekannte Namen auf. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die nach 1945 keine Kulturfilme mehr produziert haben die gilt insbesondere für Leni Riefenstahl. Stattdessen ist Kontinuität die Regel. Dies bezieht sich nicht nur auf die Personen und Firmen, sondern ebenfalls auf die Sujets und den Stil der Kulturfilme. Die wenigen ausführlichen Studien zu Produktionsfirmen wie z.B. das Kulturfilm-Institut von Hans Cürlis oder Boehnerfilm zeigen, dass die bewährten Strategien weitergeführt wurden. Stilistisch änderte sich wenig, höchstens auf den martialisch angehauchten Kommentar verzichtete man. Ein Expeditionsfilmer wie Hans Schomburgk kompilierte sein altes Afrika-Material aus den 20er und 30er Jahren immer wieder neu. Alfred Ehrhardt, Regisseur des propagandistischen Films „Flanderns germanisches Gesicht“ (1941) gründete 1948 seine eigene Filmfirma und produzierte als erstes zwei Filme über Ernst Barlach; bis 1972 folgten über fünfzig Filme. Arnold Fanck produzierte in den 50er Jahren noch einige Skifilme. Ein ästhetisch stilistischer Neuanfang blieb sowohl in West- als auch Ostdeutschland zunächst aus und man setze auf eher auf Bewährtes.