Vater Degenhardt ist das Oberhaupt seiner Familie, die er über alles liebt. Nur mit dem ältesten Sohn Robert hat er sich entzweit, da dieser ohne Einverständnis des Vaters mit seiner Freundin Trude zusammenlebt. Seit 29 Jahren arbeitet Degenhardt als Stadtobersekretär im Gartenbauamt der Hansestadt Lübeck. Als er zum Geburtstag ein Schreiben aus dem Rathaus erhält, glaubt er, nun endlich die Beförderung zum Inspektor zu erhalten. Stattdessen wird er jedoch in den Ruhestand versetzt. Um die Familie nicht zu enttäuschen, macht er sich weiterhin Tag für Tag auf den Weg ins Büro. Schwere Zeiten brechen an: Der Krieg beginnt, und die Kinder leisten ihren Beitrag. Degenhardt versöhnt sich mit Robert, der ihn inzwischen zum Großvater gemacht und Trude geheiratet hat. Robert kehrt aus dem Krieg nicht zurück, doch Vater Degenhardt erhält in den Trümmern Lübecks wieder eine Aufgabe und wird als Inspektor eingestellt.
Father Degenhardt loves his family more than anything. With his oldest son Robert, however, he lives in conflict. Against his father’s will, Robert has moved in with his girlfriend Trude. Degenhardt has 29 years experience working as a civil servant in Lübeck and when he receives a letter from the city government on his birthday, he believes that he finally has gotten the promotion he has been hoping for. Instead he is put off into retirement. Attempting to avoid disappointing his family he continues going to the office every day. Meanwhile, tough times are coming: The war starts, and even the children have to contribute their share. Degenhardt reconciles with Robert, who in the meantime has become a father himself and has married Trude. Robert does not return from the war, but Degenhardt finds a new start in the middle of the heavily bombed city of
Regie: Werner Klingler. Regie-Assistenz: Rudolf Hilberg. Buch: Wilhelm Krug, Georg Zoch; nach einer Idee von Hans Gustl Kernmayr. Kamera: Georg Bruckbauer. Kamera-Assistenz: Wolfgang Hewecker. Bauten: Fritz Maurischat, Fritz Lück. Kostüme: Gertraut [= Gertrud] Recke. Schnitt: Ella Ensink. Ton: Hans Rütten. Musik: Herbert Windt.
Darsteller: Heinrich George (Vater Degenhardt, Stadtobersekretär beim Gartenbauaumt), Renée Stobrawa (Mutter Degenhardt), Wolfgang Lukschy (Sohn Robert), Ilse Petri (Tochter Christine), Ernst Schröder (Sohn Jochen), Günther Körner (Sohn Otto), Gunnar Möller (Sohn Detlev), Hilde Jansen (Trude, Roberts Frau), Erich Ziegel (Inspektor), Heinz Klingenberg (Prof. Cornelius, Arzt), Herwart Grosse (Jürgensen, Sekretär beim Gartenbauamt), Walter Bechmann (Gärtner Krüger), Ernst Legal (Apotheker Satorius), Werner Pledath (Bürgermeister), Drei Stadtangestellte: Carl Martin Kemper (Lorenzen), Werner Kepich (Fürhälter), Knut Hartwig (Kersten), Trude Tandar (Frau Quandel, Haushälterin), Georg August Koch (Uralter Mann), Robert Forsch (Orgelbauer Wendelin), Alfred Maack (Wirt), Kurt Kramer (Ratsherr), Karl Morvilius (Ratsherr), Heinrich Zerres, Ernst Pittschau.
Produktion: Tobis-Filmkunst GmbH, Berlin [Herstellungsgruppe Heinrich George]. Herstellungsleitung: Heinrich George. Produktionsleitung: Conrad Flockner. Aufnahmeleitung: Fritz Schwarz, Willy Strenger. Drehzeit: 18.6. Mitte August 1943 (Atelieraufnahmen), Mitte August Anfang Oktober 1943 (Außenaufnahmen). Drehort: Tobis-Atelier Berlin-Grunewald. Außenaufnahmen: Stralsund, Lüneburg, Lübeck. Länge: 93 min, 2547 m, FSK: 91 min, 2499 m. Format: 35mm, s/w, 1:1.33, Tobis-Klangfilm. Zensur: 28.6.1944, B.60153, Jf. 14 / FSK: Nr. 53313, 19.8.1972, Jf. 6, ffr. Uraufführung: 6.7.1944, Lübeck, 11.8.1944, Berlin (Tauentzien-Palast, U.T. Alexanderplatz, Kosmos-Palast Tegel).
Arbeitstitel: »Der Herr Inspektor«, »Der blaue Brief«, »Der Glückliche«.
Prädikat: Staatspolitisch wertvoll, Künstlerisch wertvoll.
Von den Alliierten Militärregierungen verboten.
Kopie: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden